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COMPETENCE ASSESSMENT

Entwicklung eines Verfahrens zur Bewertung der Qualität von Schiffsführungsaufgaben auf der Grundlageprozessbegleiten-

der Gefahrendiagnosen

 

INHALTSVERZEICHNIS

    Kurzfassung der Aufgabenstellung und der Ergebnisse 3
1. Problemstellung 5
2. Was wird unter dem Begriff „Kompetenz“ verstanden ? 8
2.1 Verschiedene Definitionen 8
2.2. Schiffsführungskompetenz 12
3. Zum Stand von Training und Bewertung 14
3.1 Die MASSTER – Studie 14
3.2 Zur computergestützten Bewertung von Trainingsaufgaben an Schiffsführungs-
Simulatoren – ComBew – Abschlussbericht 20
3.3 Simulatortraining: Eine Bestandsaufnahme in verschiedenen Anwendungs- feldern 24
3.4 Bridge Resource Management und Kompetenz 33
4. Gegenstand, Strukturierung und Aufgaben der Schiffsführung 36
4.1 Definition „Schiffsführung“ 36
4.2 Struktur, Prozesse, Aufgaben und Bewertungsparameter 40
4.3 Betriebszustände 49
4.4 Anforderungen an Integrierte Navigationssysteme (IMO) 53
5. Situationsbewußtsein und Handlungsregulation 59
5.1 Situationsbewußtsein 59
5.2 Handlungsregulation 61
6. Verfahren zur Gefahren- und Kompetenzberechnung 69
6.1 Aufgabenstellung 69
6.2 Die Bewertung einer Gefahr 71
6.2.1 Methodischer Ansatz und Verfahrensgrundlagen 71
6.2.2 Eingangsgrößen für die Zustandsbewertung der partiellen Prozesse 79
6.2.3 Aufbereitung von Messgrößen zu Eingangsdaten der Wissensbasen 82
6.2.4 Berechnung der Gefahrenhöhe 96
6.3 Berechnung der Kompetenz 103
6.3.1 Basisformeln 103
6.3.2 Die absolute Vergleichsmethode 106
6.3.2.1 Bewertungsbeispiel : Fahren in einem Verkehrstrennungsgebiet
(6 Fremdschiffe) 115
6.3.2.2 Risiko- und Kompetenzberechnung für „COLLISION“ 117
6.3.2.3 Risiko- und Kompetenzberechnung für „SPEED“ und „TRACK“ 130
6.3.2.4 Risiko- und Kompetenzberechnung für „VOYAGE“ 136
6.3.2.5 Gesamtübersicht 141
6.3.3 Die relative Vergleichsmethode 143
6.3.3.1 Verfahrensschritte 143
6.3.3.2 Praktisches Beispiel 1 144
6.3.3.3 Beispiel für die Ermittlung des „Normschiffes“ guter Seemannschaft 147
6.3.3.4 Praktisches Beispiel 2 156
6.3.3.5 Vorteile der relativen Vergleichsmethode 173
7. Komplexität und Prozessbeherrschungsgrad 174
 

Kurzfassung der Aufgabenstellung und der Ergebnisse

 

Mit der Verfügbarkeit über technisch sehr leistungsfähige Schiffsführungssimulato- ren haben Bildungs- und Forschungseinrichtungen einen großen Beitrag auf dem Weg zum Betrieb immer verlässlicherer Schiffsführungssysteme geleistet. In groß- zügiger Weise haben staatliche Einrichtungen, Reeder und Verbände die Investi-tionen in die Zukunft ermöglicht.
Trotz dieser erfreulichen Situation wuchs die Schere zwischen den großen tech- nischen Möglichkeiten sehr realistischer und komplexer Darstellungen und den „Werkzeugen“ für die inhaltliche Gestaltung von Übungen und Trainingsabläufen sowie die Messung und Bewertung von Trainingseffekten, von Fertigkeits- und Wissenszuwächsen. Selbst erfahrene, in der Regel aus der seemännischen Praxis kommende Instrukteure, sind nur bedingt in der Lage, ihre Erfahrungen und ihr
Wissen in eine objektive und vergleichbare Bewertung zu überführen. Das ist um so bedauernswerter, weil sie selbst mit großem persönlichen Einsatz und umfangreichem Interpretationsvermögen die Übungen und das Verhalten der Trainierenden zu bewerten versuchen. Ursächlich für den von vielen Betreibern von Simulatoren festgestelten Mangel sowohl in der Konzipierung von Schiffsfüh-rungsaufgaben mit unterschiedlicher und messbarer Komplexität und Beherrsch- barkeit als auch hinsichtlich der Einhaltung der nach „guter Seemannschaft“ geplanten Ziele für Sicherheit und Wirtschaftlichkeit und dem Grad ihrer Errei- chung (Qualität der Aufgabenerfüllung) im praktischen Führungsprozess ist die mangelhafte wissenschaftliche, praxisorientierte Durchdringung des Schiffsfüh-rungsprozesses selbst.

 

Der Mangel kann weder durch eine auschließlich verbale Bewertung des Verhal- tens der Trainierenden noch durch eine „vielparametrige“ Kontrolle der Über- schreitung mathematisch-physikalischer Grenzwerte überzeugend gelöst werden.

 

Diese Problemsituation ist der Ausgangspunkt für die vorgestellten Lösungsansätze und Verfahren.


Zunächst wir die Schiffsführung als Steuerungsprozess definiert, strukturiert und in partielle Prozesse gegliedert, aus denen sich spezifische Aufgaben (Ziele im Sinne der Handlungsregulation) mit typischen Merkmalen ableiten lassen. Die aufgaben-orientierte Herangehensweise kennzeichnet die aktuellen Merkmale zur Definition und Gestaltung integrierter Navigationssysteme nach Vorstellungen der IMO.
In der Studie wird „Situationsbewußtsein“ als ein Vorgang aufgefasst, in dem der Übende auf der Grundlage kognitiver Prozesse der Informationsverarbeitung ver- sucht, einen „Prozesszustand“ zu diagnostizieren und diesen mit seinen „inneren“ Vorstellungen über den Status des zu erreichenden Zieles vergleicht. Dieser Ver- gleichsvorgang endet immer in einer qualitative Bewertung der Höhe der Gefahr für der Aufgabenerfüllung. Liegt die Abweichung zwischen den „Sollzielen“ und dem aktuellen Status außerhalb eines Toleranzfeldes, ist sie „Auslöser“ einer Steuerungsaktion, sie ist handlungsregulierend.

 

In der Studie wird eine Möglichkeit vorgestellt, diese Zusammenhänge mathema- tisch zu erfassen.
Dafür werden die aufgabenspezifisch geordneten Eingangsgrößen aller partiellen Prozesse aus dem Simulationssystem gewonnen, mathematisch aufbereitet und ihr Status hinsichtlich der Zielerreichung durch Expertenwissen bewertet. Im Ergebnis von Bewertung und Berechnung entstehen partielle Kenngrößen, die in der Lage sind, den Status der Aufgabenerfüllung quantitativ zu beschreiben.
Diese Kenngrößen bilden die Grundlage für die Bewertung der Kompetenz, die der Verfasser als „Schiffsführungskompetenz“ definiert.

 

Der Autor hat größten Wert darauf gelegt, dass die berechneten Parameter für Gefahr bzw. Kompetenz durch traditionelle nautische Verfahren / Regeln dargestellt und begründet werden können. Das zieht den Vorteil nach sich, dass sie sowohl durch den Auszubildenden als auch durch den Ausbilder akzeptiert werden.

 

                                               ***

Studie : Entwicklung eines Verfahrens zur Bewertung der Qualität von Schiffsführungsaufgaben auf der Grundlage prozessbegleitender Gefahrendiagnosen (197 Seiten), 2009
Zwischen den technischen Möglichkeiten sehr realistischer und komplexer Darstellungen der Realität sowie den „Werkzeugen“ für die inhaltliche Gestaltung von Übungen und Trainingsabläufen und der Messung und Bewertung von Trainingseffekten sowie von Fertigkeits- und Wissenszuwächsen hat sich eine große Lücke geöffnet. Selbst erfahrene, in der Regel aus der seemännischen Praxis kommender Instrukteure, sind nur bedingt in der Lage, ihre Erfahrungen und ihr Wissen in eine objektive und vergleichbare Bewertung zu überführen. Das ist um so bedauernswerter, weil sie selbst mit großem persönlichen Einsatz und umfangreichem Interpretationsvermögen die Übungen und das Verhalten der Trainierenden zu bewerten versuchen.
KOMPETENZ_Studie.pdf
PDF-Dokument [6.0 MB]
Präsentation (55 Bilder) : Indikatoren für die Bewertung der Qualität von Mensch-Maschine-Systemen, dargestellt am Beispiel der Schiffsführung, 2010
Grundlagen und Anwendungsbeispiele, einschließlich der Bewertung der Persönlichkeitseigenschaften.
QUALIT_ASS_KE.pdf
PDF-Dokument [6.3 MB]
Präsentation (68 Bilder) : Kompetenzbestimmung am Schiffsführungssimulator, 2012
Darstellung des Iststandes, Widersprüche und Lösungen
COMPASS_KE_2012.pdf
PDF-Dokument [6.1 MB]
Ausarbeitung (18 Seiten) : Leistungsmessungen im Schiffsführungssimulator – ein Verfahren für die Bewertung von Komplexität und Kompetenz, 2012
Anforderungen an die Qualität der Szenarien und an die Vergleichbarkeit ihrer Inhalte haben sich ständig erhöht. Die Entwicklung standardisierter Übungen mit differenzierten Inhalten und Schwierigkeitsgraden, die u.a. Erscheinungsformen des „human error“ zu provozieren in der Lage sind, erweisen sich als notwendiger qualitativer Baustein für die Gewährleistung eines hohen Trainingsniveaus. Um verallgemeinerungsfähige Schlussfolgerungen aus den Trainingergebnissen ziehen und den Wissenszuwachs der Trainierenden beurteilen zu können, sind neben der nicht zu ersetzenden subjektiven Leistungseinschätzung aussagefähige Verfahren zur Klassifizierung der Komplexität von Aufgaben und zur objektiven Bewertung der Kompetenz bei ihrer Durchführung erforderlich.
Kompetenz_SIMU1.pdf
PDF-Dokument [624.7 KB]
Artikel HANSA, 146. Jahrgang, Nr.xx, 2009, S. 2- 9 (Druckfahne)
Für die Bewertung der Komplexität und der Kompetenz bei der Führung eines Schiffes über See mittels Simulation gibt es bis heute keine ausreichenden praktikablen, verallgemeinerungsfähigen und vergleichbaren Lösungen.Im Beitrag wird ein derartiges Verfahren vorgestellt (s.Ausarbeitung oben)
Komplexität_Leistung_Simulator.pdf
PDF-Dokument [711.7 KB]
Ausarbeitung : Bridge Team Management während eines Simulationszyklus – Ermittlung und grafische Darstellung von Persönlichkeitsmerkmalen, 2010
Sollen im Bridge Team Management tatsächlich nachhaltige Wirkungen erzielt werden und soll es nicht bei der technischen Erfüllung von Standards und deren Zertifizierung bleiben, müssen moderne Werkzeuge der Qualitätsmessung und der Erfassung und Auswertung von Persönlichkeitsmerkmalen zum methodischen Gerüst eines jeden Simulatorbetreibers gehören. Hier wird ein „Werkzeug“ vorgestellt.
PERS_1a.pdf
PDF-Dokument [382.9 KB]
Ausarbeitung (13 Seiten) :Qualitätsmessung und Voraussicht – Grundelemente guter Seemannschaft, 2013
„Menschliches Versagen“ auf der „Costa Concordia“ konnte trotz zertifizierter Navigationsausrüstung nicht vermieden werden. Offenkundig besitzt das Gesamtsystem aus Mensch und Technik ein nach wie vor existierendes großes Gefahrenpotential bzw. einen nachhaltigen Mangel an Verlässlichkeit. Die einzige Lehre aus dem Unfall der „Costa Concordia“ scheint darin zu bestehen, existierende Mängel der Verlässlichkeit durch erhöhten Einsatz menschlicher Ressourcen auszugleichen. Die Reaktion erscheint nachvollziehbar zu sein wird von der Gesellschaft wohlwollend betrachtet. Es gehört keine große Weisheit zu der Erkenntnis, dass damit die in den menschlichen Eigenschaften versteckten Fehlerquellen weder entdeckt noch vermieden werden. Gibt es eine Ausweg aus diesem Problem ?
QualitätVorhersage_April2013.pdf
PDF-Dokument [650.7 KB]
Ausarbeitung für HANSA (16 Seiten) : Zur Ermittlung der Qualität von Schiffsführungsprozessen, dargestellt am Beispiel der Simulation, 2010
In der Schiffsführung wird bisher nicht die Qualität von Prozessen gemessen. Den Qualitätsbegriff gibt es nur in Zusammenhang mit der Güte, Zuverlässigkeit usw. von technischen Systemen. Im Beitrag wird die Qualität der Aufgabenerfüllung gemessen und mit den Werten „guter Seemannschaft“ verglichen.
Qualität_Schiffsführung_HANSA_01.pdf
PDF-Dokument [1.4 MB]
Präsentation (63 Bilder) : QUALITY ASSESSMENT IN NAVIGATION (part 1), 2010
Part 1 :Assessment of trainees' competence based on continuous measurement of quality.
The assessment of competence must be adequate to content, method and presentation of ship operation processes in practice.
The close connection between the instructor on the trainees must be achieved by observationof personality characteristics in the problem recognition and problem-solving- process.
Assessment processes must always focus on the collection and generalization of qualitative process state consequences
QUAPERS_02ENGP1_KE.pdf
PDF-Dokument [4.6 MB]
Präsentation (43 Bilder) : QUALITY ASSESSMENT IN NAVIGATION (part 2), 2010
Part 2 : Determination, structuring and representation of personality traits in the simulation process.
The assessment of competence must be adequate to content, method and presentation of ship operation processes in practice.
The close connection between the instructor on the trainees must be achieved by observationof personality characteristics in the problem recognition and problem-solving- process.
Assessment processes must always focus on the collection and generalization of qualitative process state consequences
QUAPERS_02ENGP2_KE.pdf
PDF-Dokument [8.9 MB]
Präsentation (66 Seiten) : QUASNAV (Teil 1) – Quality Assessment in Navigation, 2010
1. Bewertung der Kompetenz von Schiffsführern auf der Grundlage kontinuierlicher Qualitätsmessungen
2. Ermittlung, Strukturierung und Darstellun von Persönlichkeitsmerkmalen im Simulationsprozess
QUAPERS_02_KE_1.pdf
PDF-Dokument [4.7 MB]
Präsentation (47 Seiten) : QUASNAV (Teil 2) – Quality Assessment in Navigation, 2010
Anwendungs- und Gestaltungsbeispiele
QUAPERS_02_KE_2.pdf
PDF-Dokument [7.6 MB]
Hauptbericht (197 Seiten) : Qualitätsbestimmung von Schiffsführungsprozessen, 2010
Gegenstand, Struktur und Aufgaben der Schiffsführung, Kompetenz und Gefahrenerkennung, Berechnung der Qualität, Komplexität und Prozessbeherrschungsgrad, Prozesseingangsgrößen, Kompetenzberechnung, praktische Beispiele, Ermittlung und grafische Darstellung von Persönlichkeitsmerkmalen, Verfahrensbeispiel
QUASNAV_KE_01.pdf
PDF-Dokument [7.4 MB]

Hier finden Sie mich :

Dr. Diethard Kersandt
Wiedestrasse 4 a
22880 Wedel

Kontakt:

Telefon: +49 4103/9673850 +49 4103/9673850
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