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HOBBY : meine hunde

Fotos : Diethard Kersandt

HOBBY : meine gedichte

 

 

                                      Mein Freund, das Meer

 

Diethard Kersandt, Januar 2014

(1) Ruhig liegt das Meer vor meinen Blicken -
weit und blau, vereinzelt Wellen zeigend.
Stark und kraftvoll spiegelt es das Licht
und ist der Wolken heller Widerschein.
Ob du mein Boot und mich kannst tragen ?
Wie magst du mir die Antwort sagen ?

Mein Mut erscheint in deiner Gegenwart so klein.
Vielleicht ist besser ein Verzicht :
betrachten dich nur erfurchtsvoll und schweigend,
und dir nur meine Hoffnung schicken.

(2) Doch Hoffnung nur allein erfüllt das Leben nicht,
ich muss Dich spüren, muss dich leben,
ich muss das Meer mit meinem Boot befahren,
dabei die blauen Weiten und die Wellen spüren.
Ein wenig scheue ich mich noch
und wage es dann guten Mutes doch
:

Ich lasse mich in deine Fernen führen
in all’ den nächsten schönen Jahren.
Du wirst mir Kraft und deine Schönheit geben,
umstrahlen mich mit deinem hellen Licht.

(3) Ich fahre hinaus – das Meer ist weit.
Erst schweigt es mich an – ich verstehe es nicht.
Mein kleines Boot fängt an zu schwingen.
Es kümmert sich das Meer um mich.
Doch was mag es im Flüstern sagen ?
Wie und wann soll ich das Meer denn fragen ?

Und jetzt : umhüllt mit weisser Welle sich,
als ob die Nachricht soll noch schöner klingen.
Doch Aug’ und Ohren bleiben dicht,
das Meer scheint fremd und nicht bereit.

(4) Doch trotzdem bleibt ein inniges Begehren,
dem Meere stets ein guter Freund zu sein -.
Jetzt nimmt die See mich auf in ihren Wellen,
umhüllt mein Boot und meine Seelen.
Ich fühle es in meinen starken Händen,
zum Guten wird sich unser Schicksal wenden.

Nun gilt es, richtig auserwählen,
die Worte und der Sehnsucht Quellen,
um laut es aus mir rauszuschreien :
ich will mich nicht der Einheit mehr erwehren.

(5) So komm zu mir, du großes, aufgewühlte Meer
sei eins mit mir in aller Welten Weiten.
Schenk mir die Dunkelheit der blauen Tiefen,
wie auch den Himmel, der sich öffnet über dir.
Nimm auf mein Boot und meines Schicksals Wege,
wenn ich mein Glück in deiner Wellen Arme lege.

Was sollt' geschehen mir,
wenn künftig alle Stimmen riefen :
die See, das Boot, der Mann in allen Zeiten -
sie geben sich nicht wieder her !

(6) Wir fahren in die Gischt der Wellen ein,
mit einem Boot so winzig und so offen.
Das Meer, es spricht zu mir
und ich verstehe es in jedem Wort :
Hab keine Angst, ich schütze dich.
Du bleibst bei mir so tief und inniglich.

Ich trage dich zu jedem noch entfernten Ort.
und auch im Sturm bleibt mir zu sagen dir :
Lass’ uns gemeinsam glücklich hoffen,
dass dies’ auf ewig soll so sein.

(7) Mein Freund, das Meer, du ruhst in mir,
hast mich erfüllt mit deinem Segen.
Ich will dir dankbar sein für alle Zeit
und mich darauf zu jeder Stund’ besinnen.
Das Meer, ein Boot, ein Mann -
wie schön die Liebe werden kann.

Mag auch der Jahre Zeit verrinnen,
ich bin an jedem Tag bereit,
mich in die Ferne zu bewegen,
kann ich nur nahe sein bei dir.

(8) Als ich in deine Augen schaute,
erkannte ich mich wieder.
Als deine Hand ich in der meinen spürte,
erinnerte ich mich schnell zurück.
Das Meer wird das Geheimnis schützen,
so kann Vergangenes uns nützen.

Die neue Zeit soll bleiben voller Glück
wie es uns lange Jahre führte.
Vielleicht mal sehen wir uns wieder,
und fragen dann, warum die Liebe sich nicht traute.


***

                                     Wenn die Zeit gekommen ist

 

                                           Diethard Kersandt, Februar 2016

 

 

                                           Wenn die Jahre sind vergangen
                                           und die Zeit gekommen ist,
                                           wenn du denkst mit großem Bangen
                                           an die bleibend kurze Frist,
                                           denke auch an liebevoll' Verlangen
                                           und den Mund, den du einst küsst'.
                                           Erinner' dich an all' die schönen Stunden,
                                           die voller Frohsinn wir erlebten
                                           und nun von allem frei bekunden,
                                           wie dabei uns're jungen Herzen bebten.

 


   Ein langes Leben erfuhren wir in Jahren,
   dabei auch Zeiten, die uns müde werden ließen;
   so manches haben wir von uns erfahren
   und konnten doch die Gegenwart genießen.
   Stets eng vertraut und nah wir waren,
   dass wir des anderen Glück sah'n sprießen.
   Als ich das letzte Mal dich an mich drückte,
   da tat ich das mit innerlichem Beben;
   ich spüre noch, wie es mich zart entzückte
   und würd' es gern nochmal erleben.



                                          Von dir leb' ich mein Leben weiter,
                                          mit dir hab' ich es einst begonnen,
                                          nun seh' ich froh und immer heiter
                                          auf all' das was in langer Zeit verronnen.
                                          Es ist wie eine schöne Leiter,
                                          die wir vereint, zu zweit, erklommen.
                                          Ich sehe heute der Gesichter liebe Falten,
                                          die wir verdient uns in den langen Jahren
                                          und lasse meine Sinne ruhig walten
                                          ein wenig anders als wir früher waren.

 


   So lass' uns geh'n des letzten Weges Stück
   in Stolz auf unser schönes Leben,
   das auch, vereint in uns'rem Glück
   uns soviel Reichtum konnte geben.
   Ich sehe gern auf uns're Zeit zurück
   und danke dir für dein Vergeben.
   Ich werde bei dir bleiben alle Zeit
   und deine große Liebe in mich nehmen.
   Und bist du auch dazu bereit
   wird das nicht ändern unser Sehnen.

 


                                         Als ich ein letztes Bild von dir erblickte
                                         ein lieber Kreis dich hatte aufgenommen,
                                         mein Gruß ich zu dir in der Stille schickte,
                                         dein Glück war bei mir angekommen.
                                         Sei stolz auf das, was dir gut glückte
                                         und niemals dir ist weggeschwommen.
                                         Ich wünsche dir dies' Glück für alle Zeiten
                                         und bin auch in der Zukunft gern bei dir,
                                         weil immer und in allen Welten Weiten
                                         mein Leben ist ein Teil von uns'rem wir.

 

                                                              ***

                                              

                                  Unsere Liebe ist wie das Meer

                                    

                                             Diethard Kersandt, 2014

 

                                      Unsere Liebe ist wie das Meer :

                                      weit und ewiglich und voller Leben;

                                      mal leicht, lebendig, frisch und frei

                                      und manchmal grau und bleiern schwer -

                                      sie kann so vieles nehmen und auch geben

                                      was Kraft und Zuversicht und Hoffnung sei.

 

                                     Am Morgen, in des Tages Neubeginn,

                                     da ist sie zart und voll Erwachen -

                                     ein Tupfer hier, ein Flüstern dort;

                                     sie zieht sich wie der Wellen Spur dahin :

                                     ein weißer Streif so voller Lachen

                                     und springt, kommt an, ist fort.

 

                                             Refrain : Sing mit mir das Lied der Liebe,

                                                           das aus den blauen Meeren steigt,

                                                           wart’ nicht bis es nur Hoffnung bliebe.

                                                           und alles in uns ewiglich erschweigt.

 

                                    Dann ist sie wieder ringsumher,

                                    umschließt mich kräftiger nun schon

                                    mit ihren warmen Armen,

                                    als wär’ sie jetzt das weite Meer,

                                    das hätt’ für mich zum Lohn

                                    ein liebevoll’ Erbarmen.

 

                                    Am Mittag frischt sie auf,

                                    läßt weiße Kämme sprühen,

                                    ist stark und zielbewußt

                                    und nimmt in ihres Tages Lauf

                                    auf sich des Kampfes Mühen

                                    in reiner, voller Lust.

 

                                              Refrain : Sing mit mir das Lied der Liebe,

                                                            das aus den blauen Meeren steigt,

                                                            wart’ nicht bis es nur Hoffnung bliebe.

                                                            und alles in uns ewiglich erschweigt.

 

                                   Später dann, nach guten Stunden,

                                   hat sie mir ihre Kraft gegeben,

                                   in der das Leben weiterführt;

                                   hat jetzt ihr fernes Ziel gefunden,

                                   pulsiert verlangend, mit Erbeben,

                                   dass man das weiche Wogen spürt.

 

                                  Durch meine Sehnsucht fest umschlungen

                                  sind Meer und Liebe nicht verweht;

                                  erregtes Flüstern voller Sinnen –

                                  die Wellen laufen ungezwungen

                                  bis dass der Tag vergeht

                                  und leis’ verklingen alle Stimmen.

 

 

                                             Refrain : Sing mit mir das Lied der Liebe,

                                                           das aus den blauen Meeren steigt,

                                                           wart’ nicht bis es nur Hoffnung bliebe.

                                                           und alles in uns ewiglich erschweigt.

 

                                 Friedvoll ruhig liegt das Meer,

                                 die Glut des Tages ist vergangen –

                                 es atmet kraftvoll mit Verstand,

                                 gab sein Geheimnis einmal her,

                                 in dem die Liebe war gefangen

                                 und unser Leben sich befand.

 

                                 Das Meer war Zeuge des Geschehen,

                                 und ist es noch bis in die neue Zeit.

                                 Was bleibt, sind Sonnenwärmen

                                 und tiefes, innerlich’ Verstehen -

                                 in all’ den Jahren liebevoll bereit

                                 bis in der Welten weiter Fernen.

 

                                 Und selbst vom fernen Lande aus
                                 in aller Zeiten schönen Stunde,
                                 da höre ich dein liebes Wort
                                 trotz großer Wellen laut Gebraus.

                                 Empfange so die frohe Kunde

                                 von jedem noch so fernen Ort :

 

                                               Sing mit mir das Lied der Liebe,

                                               das aus den blauen Meeren steigt,

                                               wart’ nicht bis es nur Hoffnung bliebe.

                                               und alles in uns ewiglich erschweigt.

                                       

                                               Vertraue Dir und Meeres Weiten,

                                               und auch der Liebe ewiglichen Sinn -

                                               Schwimm’ mit mir alle Zeiten

                                               das ganze Leben, in uns’rer Welt dahin.

 

                                                         ***

                                                    ABSCHIED

 

                                        Diethard Kersandt, um 1992 und 2014

 

Das Meer singt ein trauriges Lied :

Abschied, Abschied, ... , Abschied ...

und jede Strophe entfernt Dich

weiter von mir.

Der Himmel ist grau und wolkenschwer,

der Regen fließt langsam herab

und jeder tropfen ist eine Träne –

ein Träne von Dir und von mir.

 

Ich sehe dort draußen nichts mehr,

die Welt ist schweigsam, verschlossen.

Ich wende mich näher heran –

der Schleier, der will sich nicht heben.

Ich kühle die Stirn mir in

kalter Luft

und trotzdem durchflutet mich Wärme.

Verstehst Du, mein Liebes, das

soweit in großer Ferne ?

 

Abschied, Abschied heißt unser Lied

und alles hat doch gerad’ erst begonnen !

Warum fährt mein Schiff nur dorthin,

wohin ich nicht fahren möchte ?

Warum singt die See das Lied,

das ich nicht hören will ?

Warum ist nicht alles ganz still ?

Warum nur und wohin ... ?

 

Kannst Du es mir sagen ?

Hast Du eine Antwort ?

Ich höre und sehe Dich ebenso fragen !

Dein Gesicht in den Händen

geb’ ich Dir Wärme und Liebe

und Kraft ...

und brauch’ sie doch selber so sehr !

„Abschied, Abschied“, so rufen die Wellen

Und ich rufe verzweifelt mit :

„Bitte, bitte komm’ her !“

 

Der Himmel hebt seine Schleier –

der Regen hört auf,

die Farben treten hervor :

erst grau, dann grün, dann strahlend

weiß und helles blau –

und zarte Wolken wehen.

Wohin führt der Regenbogen ?

Hörst Du das Meer jetzt singen :

„Abschied, Abschied, ... , Wiedersehen“ ?

Und alle Töne schwingen.

 

Du hast meine Rufe vernommen,

ja, Du hast das alles auch selber gedacht !

Der Himmel ist klar, nicht mehr

verschwommen –

und mein Schiff, es zittert und rollt

ganz sacht.

Ein neues Lied kann jetzt beginnen,

ein Lied, das Du kennst :

das Lied vom Wiederkommen.

 

Die Welt bleibt stehen !

Es durchfährt mich wie Feuer :

Ich kann Dich nicht sehen.

Wo bist Du, mein Liebes, warum

bist Du fort ?

Meinen Kopf in die Kühle der Luft

und trotzdem ein Kuß auf den Mund,

damit ich Dich spüre und niemals

vergesse : das Meer singt immer ein

zweifaches Lied –

vom Abschied und ... vom Wiedersehen.

 

Himmel und Meer, vereint nun hören wir :

„Wiedersehen, wiedersehen, ... , wiedersehen“

und jedes Strophe bringt Dich

näher zu mir.

Der Himmel ist blau und –

gleichsam ein Meer,

die Wärme strömt langsam herauf

und jede Minute ist neues Glück :

das Glück, das ich finde bei Dir.

 

                                                      ***                        

                                 BILD aus dem LEBEN

                                 Diethard Kersandt, Februar 2017

 

Wenn ich das leben malen könnte wie das Meer,

dann würde ich ihm usere schönsten Farben geben,

wie diesem Bild, das mich erinnert sehr

an eine lange Zeit voll Glückes Streben.

 

         Die See war liebevolles tiefes Rauschen,

              umspülte unser Körper heissestes Begehren.

           Im Sommerwinde begannen wir zu lauschen

           auf unsere Stimmen ohne Wehren.

 

Die Bilder, die daraus entstanden,

die waren bunt und für die Ewigkeit.

Und sind wir auch in fernen Landen,

sie bleiben Inhalt unser Zweisamkeit.

 

         Gemeinsam, Liebste, werden wir nun alt.

              Die Bilder bleiben in uns tief verborgen,

           Gedanken machen niemals vor dem Leben halt

           und können helfen uns bei vielen Sorgen.

 

So will ich stellen unser Bilder wahres Leben

in eine Welt voll Hoffnung und von Zuversicht.

Versuche dir ein wenig Kraft zu geben

und wünsche, Glück und Glut verlöschten nicht.

 

         Will bei dir bleiben und das nach langer zeit,

               dann können wir zusammen weiter bilder malen

           ob nah, entfernt und wenn auch weit,

           des frohen mutes sinn wird uns dafür bezahlen.

                                                  

                                                       ***

 

HOBBY : meine ölmalerei

Bilder : Diethard Kersandt

Hier finden Sie mich :

Dr. Diethard Kersandt
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